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Monte A–Z

Das Nachschlagewerk unserer Schule

In unserem Monte A–Z finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Schulleben an der Montessorischule Salzkotten – von A wie Ankommen bis Z wie Zeugnisse.

Anfang/ Beginn des Unterrichts ist für alle Klassen täglich um 8.15 Uhr.
Um 7.45 Uhr haben die Kinder die Gelegenheit, das Schulgelände zu betreten, eine Aufsichtsperson ist dann draußen. Ab 8.00 Uhr ist auch die vordere Eingangstür geöffnet und gibt es den ‚offenen Unterrichtsbeginn‘, d.h. die Kinder können direkt nach Eintreffen auf dem Schulhof in die Klasse gehen und mit der Freiarbeit beginnen.

Das computergestützte Leseprogramm nutzt die Montessorischule seit einigen Jahren. Die Kinder beantworten am Computer inhaltliche Fragen zu den von ihnen gelesenen Büchern. Jedes Kind hat ein eigenes Passwort und erhält stets eine Rückmeldung über die Qualität der eigenen Arbeit. Der Lehrer seinerseits hat die Möglichkeit, die Lese-Lernfortschritte jedes einzelnen, aber auch die der Klasse, nachzuvollziehen.
Jeder Klasse steht ein Computer im Zwischenraum zur Verfügung.

Arbeitsgemeinschaften sind Lernveranstaltungen außerhalb von gesetzlich vorgeschriebenem Unterricht.
An der Montessorischule gibt es zwei Arten von Arbeitsgemein-schaften:
Freiwillige Teilnahme: Hierunter finden sich Zusatzangebote wie Keyboard-, Gitarren-, Flöten-AG, der Chor oder ‚Ab auf die Schatzsuche nach Jesus‘
Wahlpflichtbereich: Am Mittwochnachmittag wählen die Kinder aus einem großen Angebot eine Arbeitsgemeinschaft aus, an der sie den zuvor festgelegten Zeitraum lang teilnehmen. Die entsprechenden Angebote kommen aus den Bereichen Sport, Bauen, Experimen-tieren, Haus und Garten, textiles Gestalten, Tanzen, Theater ….
Die Teilnahme an den AGs wird auf den Zeugnissen ohne Bewertung vermerkt.

Ausgangsschrift für das Lesen und Schreiben in der Montessori-schule ist die Druckschrift. Zu Beginn bzw. im Laufe des zweiten Schuljahres lernen die meisten Kinder dann eine verbundene Schrift.

Wir arbeiten mit verschiedenen Beratungsstellen zusammen.
Eltern finden in den Erziehungs- und Beratungsstellen professionelle Unterstützung. Diese Einrichtungen werden von Städten oder Landkreisen und von anerkannten freien Trägern unterhalten. Die Mitarbeiter suchen mit den Ratsuchenden nach Lösungen ihrer Probleme oder verweisen auf weitere Spezialisten. Für Probleme, die im Zusammenhang mit der Schule auftreten, sind die Beratungsstellen für zuständig.

An der Montessorischule besteht für alle Kinder die Möglichkeit, nach Unterrichtsschluss bis 16.00 Uhr die Betreuung zu besuchen. Durchgeführt wird diese von den MitarbeiterInnen des Teams Ganztag, die auch den Vormittag begleiten.
Träger ist der Förderverein der Montessorischule.

In der Montessorischule gehört der Computer zum Unterricht. Jede Etage verfügt im Raum zwischen den beiden Klassenräumen über jeweils zwei Rechner (verbunden mit einem zentralen Drucker), die den Kindern zur Verfügung stehen. Neben der Nutzung von Lernprogrammen (Antolin etc.) lernen die Kinder, mit dem Computer zu arbeiten. Sie erstellen z.B. Texte oder lernen unter Aufsicht das Internet kennen.

Am zweiten Schultag nach den Sommerferien werden die Erst-klässler eingeschult. Gemeinsam mit den ‚Großen‘ nehmen sie an zwei Projekttagen teil. Diese dienen unter anderem zur Vorbereitung der Einschulungsfeier am darauffolgenden Samstag.
Hierzu werden Eltern und Angehörige zu einer Feierstunde in die Simonschule und anschließend zum Kaffeetrinken in gemütlicher Runde in die Räume der Montessorischule eingeladen.
Die Eltern der Zweitklässler organisieren die Bewirtung.

Neben der Schülerbücherei in jeder Klasse wird an der Montessorischule auch eine Elternbücherei mit päd. Ratgebern, Fachzeitschriften …aufgebaut. Alle Titel sind auf der Homepage der Schule aufgelistet und können bei Frau Stute entliehen werden.

Für ein spannendes und abwechslungsreiches Schulleben bereichern Eltern unseren Alltag als zusätzliche Hilfen, Fachfrau oder Fachmann, zupackende Hände, Ideengeber …

Beispiele:

  • Wer kann die Klasse bei einem Ausflug begleiten?
  • Wer hat einen interessanten Beruf, ein ausgefallenes Hobby etc. und kann darüber berichten?

Regelmäßig laden wir, neben den allgemeinen Informationsabenden wie Klassenpflegschaft oder Information zu den weiterführenden Schulen zu Themenabenden in die Montessorischule ein.
Mögliche Themen sind: Montessori-Pädagogik; Rechtschreibkonzept der Schule, Montessorimaterial, Geometrie ….
Auch gibt es einen Elternbrief, der über aktuelle Vorgänge, bevorstehende Termine oder wichtige Ankündigungen informiert.

Der Elternsprechtag dient dem Informationsaustausch zwischen Eltern und Lehrern. In Einzelgesprächen informieren an diesen Tagen die Lehrer die Eltern über die Entwicklung ihres Kindes in der Schule, sein Verhalten sowie über Lernerfolge oder Lernschwierigkeiten und Fördermöglichkeiten.
Sie bekommen von der Klassenlehrerin im Vorfeld ein Schreiben mit Zeitangaben. In diesem Schreiben können Sie dann die gewünschte Sprechzeit ankreuzen und der Lehrerin, dem Lehrer rückmelden.

Seit dem Schuljahr 2008/09 wird Englisch ab der Klasse 1 (2 Stunden/ Woche) erteilt.
Hierbei geht es zunächst darum, das Gehör für die fremden Laute zu schulen und offen zu werden für eine neue Sprache. Mit vielen Liedern, Spielen und Bewegungsformen lernen die Kinder die neuen Wörter.

Fehler gehören zum Leben und somit auch zum Unterricht hinzu. Niemand ist fehlerfrei; jeder kann aber aus seinen Fehlern lernen. Die Kinder mit all ihren Eigenschaften, Fähigkeiten, Neigungen und auch Fehlern zu sehen, zu akzeptieren und sie bei der Entwicklung ihrer eigenen Persönlichkeit zu unterstützen, ist vornehmstes Ziel der Pädagogik.
Fehler sollen nicht geahndet, sondern als Grundlage für Verbesserung, Weiterentwicklung und dem Finden von Lösungen genutzt werden.

Förderung in der Montessorischule heißt individuelle Unterstützung des einzelnen Kindes, bezogen sowohl auf seine Stärken als auch seine Schwächen.
In den regelmäßig stattfindenden Phasen der Freiarbeit arbeiten die Kinder entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten, beobachtet und unterstützt durch das Klassenteam.

Der Förderverein unterstützt das Schulleben materiell und ideell: durch Beihilfen für schulische Veranstaltungen, finanzielle Unterstützung einzelner Schüler unter sozialen Gesichtspunkten. Die Ausgaben werden über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Alle Eltern sind Mitglieder des Fördervereins.

Freiarbeit ist die Haupt- und Kernarbeitszeit der Kinder in der Montessorischule.
Grundlage dieser Arbeitsform sind didaktisch und qualitativ hochwertige Arbeitsmaterialien, die entweder bei den entsprechenden Montessori-Verlagen bestellt oder mit Elternhilfe selbst hergestellt werden.
Während der Freiarbeitsphasen arbeiten die Kinder einzeln, paarweise oder in Gruppen zusammen. Sie stimmen sich ab, organisieren ihre Arbeitsschritte, helfen einander und korrigieren sich. Dabei haben sie die Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz selbst zu wählen, gerade so, wie es die gewählte Arbeit erfordert: durchaus auch den Flur, einen benachbarten Klassenraum, den Teppich auf dem Boden oder eine freie Nische.
Einmal begonnene Arbeiten werden zu Ende geführt; eventuell zieht sich dies über mehrere Tage. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Arbeiten liegen gelassen werden dürfen. Zum Abschluss eines Themas werden die Ergebnisse dokumentiert; z.T mittels Lernzielkontrolle.
Diese freie Entscheidung führt zu einer Disziplin, die von innen kommt und nicht vom Erzieher initiiert wird. Viele Besucher, sind beeindruckt von der ruhigen und entspannten Arbeitsatmosphäre in der Freiarbeit nach Montessori.

An vier Tagen in der Woche arbeiten die Kinder in jahrgangs-homogenen Gruppen zu Inhalten, die nicht in der Freiarbeit statt-finden können: z.B. Englisch, die Aufsatzerziehung oder aber Sachthemen wie Verkehrserziehung, Ernährungsführerschein, Sexualerziehung …

Mittlerweile ist es wissenschaftlich erwiesen:
Grundlegende geometrische Fähig- und Fertigkeiten wie Raum-Lage Verarbeitung oder Figur-Grund-Diskriminierung sind unabdingbare Basis für alles weitere Lernen.

Hausaufgaben im herkömmlichen Sinne gibt es an der Montessorischule nicht. Durch den gebundenen Ganztagsbetrieb haben die Kinder eine deutlich höhere Lernzeit in der Einrichtung. Auch wäre es nicht möglich, benötigte Materialien mit nach Hause zu geben.
Unabdingbar ist es allerdings, den Unterricht in einigen wichtigen Bereich zuhause zu unterstützen: z.B. beim Lesen oder dem Auswendiglernen des 1×1.

Als Mitglieder des jeweiligen Klassenteams unterstützen sie einzelne Kinder und ermöglichen diesen, erfolgreich am Schulalltag teilzunehmen. Je nach Stundenumfang (zugeteilt durch Sozial- oder Jugendamt) stehen sie auch im Nachmittagsbereich zur Verfügung und bilden so für die Kinder eine verlässliche Konstante im Schulalltag.

Der Klassenlehrer/ die Klassenlehrerin ist Teil des Klassenteams, welches zusätzlich aus einer Lernbegleitung (während der Freiarbeit) sowie 1-2 Inklusionsassistenten besteht.
Sie sind außerdem Ansprechpartner für die Eltern und koordinieren die Zusammenarbeit aller in der Klasse tätigen Personen.

Der Klassenrat findet einmal wöchentlich (z. Zt. am Freitagmorgen) statt. In ihm haben die Kinder Gelegenheit, eigenverantwortlich über die vergangene Woche zu reflektieren, eigene Wünsche und Gefühle zu formulieren und grundlegende demokratische Regeln und Kommunikationsstrukturen zu trainieren.

Jede Klasse wählt aus den eigenen Reihen einen Klassensprecher, eine Klassensprecherin sowie einen Stellvertreter/ eine Stellvertreterin.
Die SprecherInnen aller Klassen kommen im Schülerparlament zusammen.

Maria Montessoris ‚Kosmische Erzählungen‘ sind zentrale Bestandteile der Kosmischen Erziehung.
Die ‚Kosmischen Erzählungen‘ bilden als Einstieg den Schlüssel, um Kindern das Tor zu großen Zusammenhängen der Entstehung von Universum, Leben und Menschheit zu öffnen. Die Schlüsselerzählungen sind damit wichtige Puzzlestücke im Gesamtzusammenhang der Kosmischen Erziehung. Sie sind impressionis-tische Erzählgeschichten. Charakteristisch für sie ist, dass dazu Bilder, Anschauungsmaterial und Experimente gehören, die geeignet sind, das Verständnis der Kinder zu erhöhen und ihre Neugier auf eigenes Erforschen zu wecken. Darum ist zuerst und auch später vor allem vom Erzählen die Rede, aber auch von all dem, das das Erzählen begleitet und ergänzt.

Ist eine Schülerin oder ein Schüler durch Krankheit oder aus anderen nicht vorhersehbaren Gründen verhindert, die Schule zu besuchen, so benachrichtigen die Eltern unverzüglich telefonisch (bis 7.50 Uhr) die Schule.
Nach länger als dreitägiger Krankheit tun sie dies schriftlich.

Im Leitbild  wird die Grundhaltung formuliert, nach der sich eine Schule in allen ihren Tätigkeiten nach außen und nach innen orientiert. Es enthält Zielsetzungen, denen sich alle am Schulleben Beteiligten verpflichtet fühlen.

Die Lernbegleitung ist zusätzlich zur Klassenleitung und zum Inklusionsassistenten Teil des Klassenteams. Sie ist pädagogisch ausgebildet und unterstützt die Arbeit einzelner Kinder bzw. Arbeitsgruppen. Ebenso wie die Klassenleitung ist sie im Besitz des Montessoridiploms.

Wenn Kinder Probleme mit dem Lernen haben, kann das vielfältige Ursachen haben, unter anderem Dyskalkulie (Rechenschwäche) oder LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche). Auch Kinder mit einer Aufmerksamkeits-Defizit-Störung (ADS) haben häufig Schwierigkeiten beim Lernen. Ursachen können aber auch aktuelle Konflikte und Probleme im privaten und schulischen Umfeld sein. Treten die Probleme nicht nur vorübergehend auf, sind Gespräche mit der Klassenleitung, dem Schulpsychologen oder einer Beratungsstelle zu empfehlen. Je früher alle Beteiligten ins Boot geholt werden, umso schneller/ reibungsloser/ effektiver kann eine positive Lösung für das Kind erreicht werden.

Klassenpflegschaft
Mitglieder der Klassenpflegschaft sind die Eltern der Schülerinnen und Schüler der Klasse, mit beratender Stimme die Klassenleitung. Die Klassenpflegschaft wählt zu Beginn des Schuljahres eine Vor-sitzende/ einen Vorsitzenden und eine Stellvertreterin/einen Stellvertreter. Die Eltern haben für jedes Kind gemeinsam eine Stimme.

Schulpflegschaft
Mitglieder der Schulpflegschaft sind die Vorsitzenden der Klassenpflegschaften. Ihre Stellvertreter können, die Schulleitung soll beratend an den Sitzungen teilnehmen. Die Schulpflegschaft wählt einen Vorsitzenden. Die Schulpflegschaft vertritt die Interessen der Eltern bei der Gestaltungs- und Erziehungsarbeit der Schule. Sie berät über alle wichtigen Angelegenheiten der Schule. Hierzu kann sie Anträge an die Schulkonferenz stellen.

Schulkonferenz
Sie ist das oberste Mitwirkungsgremium der Schule, in dem alle an der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule Beteiligten zusammenwirken. Sie berät in grundsätzlichen Angelegenheiten der Schule und vermittelt bei Konflikten innerhalb der Schule.
Die Schulkonferenz setzt sich wie folgt zusammen:
4 Elternvertreter (stimmberechtigt)
4 Teamvertreter (je 2 Lehrer/Betreuungsteam) (stimmberechtigt)
4 Vereinsvertreter (je 2 Förder-/ Trägerverein) nicht stimm-berechtigt; können Veto einlegen, wenn Konzept nicht gewahrt wird)
1 päd. Leitung (stimmberechtigt bei Pattsituation)

Die Montessori-Pädagogik ist ein reformpädagogisches Bildungsangebot, das sich unmittelbar am Kind orientiert und konsequent die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt.
Das erste Montessori-Kinderhaus wurde bereits 1907 in Rom von Maria Montessori gegründet. Ihr zu Ehren trägt diese Pädagogik ihren Namen.
Montessori-Pädagogik wird heute in vielen Kinderhäusern und Schulen in fast allen Ländern der Erde angeboten. Montessori-Pädagogik ist seit vielen Jahrzehnten erprobt und bewährt.
Prinzipien der Montessori-Pädagogik sind:

• das Kind in seiner Persönlichkeit achten und es als ganzen, vollwertigen Menschen sehen
• seinen Willen entwickeln helfen, indem man ihm Raum für freie Entscheidungen gibt; ihm helfen, selbständig zu denken und zu handeln
• ihm Gelegenheit bieten, dem eigenen Lernbedürfnis zu folgen; denn Kinder wollen nicht irgendetwas lernen, sondern zu einer bestimmten Zeit etwas ganz Bestimmtes (sensible Phasen)
• ihm helfen, Schwierigkeiten zu überwinden statt ihnen auszuweichen

Die Erzieher verstehen sich als Helfer zur Entwicklung selbständiger Persönlichkeiten. Zur rechten Zeit sind ihre Worte und ihre Konsequenz gefragt. Sie sind sehr flexibel. Mit Geduld erklären sie den Gebrauch der Montessori-Materialien und unterstützen die Kinder damit umzugehen. Sie bringen das Kind auch in Beziehung zur Ordnung in ihrer Umgebung.

Ende 1. Schj.: Berichtszeugnis zu Arbeits- und Sozialverhalten, sowie zu den Hauptlernbereichen Sprache, Mathe, SU
Ende 2. Schj: Berichtszeugnis (s.o); über Versetzung in Kl. 3 entscheidet Konferenz; ansonsten Verbleib in Schuleingangsphase.
3. Schj.: Halbjahreszeugnis mit Kommentaren zu allen erteilten Fächern. Versetzungszeugnis am Schuljahresende mit Kommentaren zu den Fächern sowie Noten.
4. Schj.: Halbjahreszeugnis mit Noten und Empfehlung für die weiterführende Schule. Abschlusszeugnis nur Noten.
In diesem Rahmen sind wir an die rechtlichen Grundlagen des Schulgesetzes NRW gebunden.

Die OGS bietet ergänzend zum planmäßigen Unterricht an Unterrichtstagen und teilweise auch in den Ferien Angebote außerhalb der Unterrichtszeit. Kerngedanke ist ein verlässlicher Rahmen für Unterricht und außerunterrichtliche Angebote und somit die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Schule, außerschulischen Kooperationspartnern und der örtlichen Jugendhilfe. Die Teilnahme ist freiwillig, der finanzielle Beitrag durch den Fördervereinsbeitrag gedeckt.

Tel.: 05258 2108081
Leiterin: Birgit Ullrich
Zeit: nach Unterrichtsschluss bis 16.00 Uhr

Im offenen Unterricht lernen Schüler möglichst selbstständig und eigenverantwortlich. Zu den Merkmalen des offenen Unterrichts gehören unter anderem Tagesplan, Wochenplan oder Projektarbeit – besonders aber die Freiarbeit.
Offene Unterrichtsformen werden in den letzten Jahren mehr und mehr an Grundschulen eingesetzt und sind in den neuen Richtlinien und Lehrplänen von 2008 fest verankert.

Große und kleine Projekte während der Vor- und Nachmittagszeit bereichern den Schulalltag der Montessorischule. Das kann das Ferienprojekt in Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Gärtnerei, der Bücherei oder einem Museum sein, aber auch die gemeinsame Arbeit zweier Klassen oder mehrerer Jahrgangsstufen zu einem bestimmten Bereich wie ‚Herbst‘ oder ‚physikalische Experimente‘.
Immer vor den Ferien (außer Sommerferien) finden in allen Klassen jahrgangsgemischte Projekte zu festgelegten Themen statt:
Weihnachtsprojekte (Engel; Licht; Winterwerkstatt); Frühjahr (Frühblüher; Rund ums Ei …), Herbst (Vom Korn zum Brot; Bäume und Blätter …)
Auch die kosmischen Erzählungen Maria Montessoris sollen einen festen Platz im Jahreskreis der Montessorischule erhalten.

Eine exakte Definition des Begriffs „Reformpädagogik“, der bereits im 19.Jahrhundert erstmals in wissenschaftlicher Literatur auftaucht und bis heute vielen privaten Schulen – von Montessori bis Waldorf – zugrunde liegt, ist schwierig. Was die Schulen eint, ist der geringere Leistungsdruck für Schüler. Im Zentrum stehen – als Gegensatz zum „Drill“ autoritärer Bildungskonzepte der damaligen Zeit – Selbstständigkeit und ein handlungsorientierter Unterricht.

Auf Noten, starre Stundenpläne oder Sitzenbleiben wird meist verzichtet. Der Lehrer gilt als Begleiter und Förderer.

Die Wurzeln: Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts wehren sich einige Pädagogen gegen das autoritäre Denken der herkömmlichen Schulen, d. h., sie wollten den Geist der reinen Lernschule überwinden und riefen ein neue Form der Erziehung ins Leben: die Reformpädagogik.

Berühmte Vertreter dieser Erziehungsrichtung waren der Schweizer Pestalozzi, die Italienerin Maria Montessori oder der Franzose Freinet.

Ziel aller Reformpädagogen war es, das Kind als Individuum zu achten und seine kreativen Kräfte zu wecken und zu fördern, um die Selbsttätigkeit der Kinder, das freie Gespräch und Lernen durch Handeln zu ermöglichen.

Quelle: Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik

Richtig – nämlich möglichst fehlerfrei – schreiben und lesen lernen Kinder erst mit der Zeit. Der Lese- und Schreiblehrgang umfasst die ersten beiden Schuljahre. Es ist wichtig, dass die Kinder so früh wie möglich eigene kleine Sätze und Geschichten schreiben und sich dabei an der Anlauttabelle orientieren. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre Erlebnisse aufzuschreiben oder Geschichten selbst zu erfinden. Fehler spielen zu diesem Zeitpunkt keine Rolle. Im Gegenteil: die Kinder werden ermutigt, zu schreiben und sich auf den Inhalt des Geschriebenen zu konzentrieren. Dem Lehrer geben die Geschichten der Kinder Aufschluss über den jeweiligen Sprachentwicklungsstand und damit Hinweise auf notwendige Lern- und Förderangebote.

In der Schülerbücherei einer jeden Klasse finden die Kinder eine große Anzahl altersgemäßer, interessanter, spannender oder informativer Bücher, die nach Lese-Altersstufen sortiert sind. Teilweise ist auch gekennzeichnet, ob sich zu der jeweiligen Lektüre Fragen im Antolin-Leseprogramm beantworten lassen. Alle Bücher dürfen die Kinder für einen gewissen Zeitraum mit nach Hause nehmen.

Schulbücher im klassischen Sinne, ausgeliehen an die Kinder oder erworben durch die Eltern, gibt es in der Montessorischule nicht, denn den größten Teil ihres Wissens erarbeiten sich die Kinder mittels des Materials. Lediglich für weiterführende Übungen stehen einige Schulbücher im Klassenraum zur Verfügung, auf die die Kinder zurückgreifen können.

Die Schuleingangsphase umfasst die Klassen 1 und 2. Ziel der Schuleingangsphase ist es, alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrgangs in die Grundschule aufzunehmen und sie dem Grad ihrer Schulfähigkeit entsprechend zu fördern. Die Verweildauer in der Schuleingangsphase beträgt je nach Fortschreiten der Kinder ein bis drei Jahre. Über die individuelle Lernzeit wird während der Eingangsphase entschieden. Das dritte Schulbesuchsjahr in der Eingangsphase wird nicht auf die Schulpflicht angerechnet. Der Unterricht in der Schuleingangsphase kann jahrgangsgebunden oder jahrgangsübergreifend sein. Um Brüche im Lernprozess der Kinder zu vermeiden, streben wir das jahrgangsübergreifende Lernen an, d.h. Kinder der 1. und 2. Klasse arbeiten gemeinsam in einem Raum.

Jede Schule erstellt ein eigenes Schulprogramm. Die Hauptaufgabe eines Schulprogramms ist die Herausbildung eines eigenständigen Profils der Schule, eines individuellen pädagogischen Konzeptes auf der Basis der Richtlinien und Lehrpläne und unter Berücksichtigung der konkreten Bedingungen. In einem Schulprogramm werden die groben Ziele und die wichtigsten Maßnahmen für die nächsten Jahre festgelegt. Ein Schulprogramm wird nicht aus dem Stand heraus entworfen, es entwickelt sich in einem Prozess, der im Grunde nie abgeschlossen ist.

Im Schulparlament treffen sich in regelmäßigen Abständen die Klassensprecher mit einem erwachsenen Teammitglied. Besprochen und beraten werden beispielsweise Wünsche und Anträge aus der Schülerschaft. Die Schulregeln werden überarbeitet, sinnvoll ergänzt und, wenn nötig, angepasst.

Suchen Sie gemeinsam mit ihrem Kind die beste Route für den Schulweg aus und üben Sie die Strecke rechtzeitig vor der Einschulung ein. Untersuchungen zum Walking Bus haben ergeben, dass Kinder, die schon vor der Schule einen Weg gelaufen sind, sich deutlich besser konzentrieren können und über mehr Sicherheit und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr verfügen. Bestimmt finden sich mehrere Kinder, die zusammen gehen können – die Kleinen lernen von den Großen.
So brauchen Sie Ihr Kind nicht bis vor die Schule mit dem Auto zu bringen, sondern lassen Sie es in einiger Entfernung (Bäckerei Tewes, Kita Regenbogen, …) aussteigen, damit es mit anderen mitgehen kann.

Als gebundene Ganztagsschule hat die Montessorischule folgende verbindliche Zeiten:
Montag und Freitag von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Dienstag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Die in den Rahmenrichtlinien geforderten Stunden der einzelnen Fächer sind hierin enthalten. Darüber hinaus haben die Kinder von Beginn an deutlich mehr Lernzeit als in der Regelschule, sodass die Hausaufgaben entfallen.

Theater als kultureller Baustein taucht im Unterrichtsalltag der Montessorischule vielfältig auf:

In der Vorweihnachtszeit besucht die gesamte Schülerschaft ein Theater in der erreichbaren Umgebung.

Vor den Sommerferien fährt die Schulgemeinschaft zur Freilichtbühne nach Schloss Neuhaus (Paderborn), wenn dort ein altersangemessenes Stück geboten wird.

Ansonsten gibt es immer mal wieder die Möglichkeit. an theaterähnlichen Workshops etc. teilzunehmen (Clown-Projekt …).

Der Trägerverein hat die Schule gegründet, unterhält und trägt diese. Das beinhaltet folgende Aufgaben:
Als Arbeitgeber ist er verantwortlich für die Personalverwaltung. Er hat das Schulkonzept erstellt und wahrt es und entwickelt es weiter.
Der Trägerverein ist Eigentümer des Grundstücks und des Gebäudes; er vertritt die Schule bei den Behörden, beantragt Fördermittel und übernimmt administrative Aufgaben.

In der Schuleingangsphase gibt es keine Versetzung bzw. Nichtversetzung. Das 1. und 2. Schuljahr bilden eine Einheit. Über die Verweildauer entscheidet die Konferenz nach Rücksprache mit den Eltern.
Aus der Schuleingangsphase erfolgt die Versetzung in die 3. Klasse. Noten (ebenso in die 4. bzw. 5. Klasse).
Eine Schülerin, ein Schüler wird dann nicht versetzt, wenn eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht der folgenden Klasse nicht möglich ist.

Haben die Kinder in der Schule oder auf dem Schulweg einen Unfall, haftet die Schule bzw. der Schulträger mit ihrer/ seiner Unfallversicherung. Das gilt auch für Schulfeste, Klassenfeste und andere schulische Veranstaltungen.

Im Falle von Erkrankung oder Abwesenheit wegen Fortbildung etc. einer Lehrkraft, greift das Vertretungskonzept der Montessori-schule. Entweder Mitglieder des Klassenteams setzen den Unterricht fort, z.T. unter Verantwortung der parallel auf dem Flur arbeitenden Lehrkraft oder Mitglieder anderer Teams füllen entstandene Lücken.

Dem Walking Bus liegt die Idee zugrunde, die Schülerinnen und Schüler einer oder mehrerer Schulen sicher und verlässlich zu Fuß zur Schule zu geleiten. Wie bei jedem Busnetz gibt es auch hier unterschiedliche Linien, die aus unterschiedlichen Richtungen kommend, nach einem festgelegten Fahr(Lauf)plan einzelne Haltestellen anlaufen, Kinder auf- bzw. mitnehmen und auf dem Schulhof kurz vor Unterrichtsbeginn zusammentreffen.
Für die Montessorischule lohnt sich das komplette Programm des Walking Bus noch nicht, da die Kinder aus zu verschiedenen Teilen Salzkottens und Umgebung kommen. Die Grundzüge eines gangbaren Schulweges kann man sich aber auch in der Kleingruppe zunutze machen.

Nach der Ausbildungsordnung Grundschule (AO-GS) erhalten die Schülerinnen und Schüler am Ende des Schuljahres bzw. zum Halbjahr Zeugnisse.
Neben der Leistungsbeschreibung in Berichtform am Ende von Klasse 1, 2 und zum Halbjahr Klasse 3 gibt es Noten auf dem Versetzungszeugnis in Klasse 4, sowie auf beiden Zeugnissen der Abschlussklasse.

Auf jeder Etage befindet sich zwischen den beiden jeweiligen Klassen ein Raum, in dem die SchülerInnen am Computer, in einer Kleingruppe, in Einzelarbeit mit einer Lernbegleitung … arbeiten können.